"Großer Respekt" für Bibiana Steinhaus

Steinhaus Debüt

Steinhaus Debüt

Am Sonntag hat sich in der Fußball-Bundesliga ein historischer Moment ereignet: Bibiana Steinhaus ist zu der ersten Frau geworden, die ein Erstligaspiel der Männer pfiff. Spieltag traf dieser Fall dann auch ein.

Bibiana Steinhaus warf einen letzten prüfenden Blick auf ihre Uhr, dann beendete die erste Schiedsrichterin der Bundesliga ihre historische Premiere mit dem Schlusspfiff und einem breiten Lächeln. Beim 1:1 (1:0) zwischen Hertha BSC gegen Werder Bremen hatte die 38-Jährige eine ruhige und ansprechende Vorstellung abgeliefert - anschließend war sie einfach nur glücklich und erleichtert.

Auch Steinhaus selbst zog ein positives Fazit: "Für uns ist es entscheidend, nach 90 Minuten nicht im Fokus zu stehen. Das ist uns geglückt, und damit sind wir sehr zufrieden". "Dafür ist Bibiana ein Riesenvorbild", sagte DFB-Präsident Reinhard Grindel.

Im Mai war Steinhaus nach zehn Jahren in der 2. Liga in die Riege der 24 Bundesliga-Schiedsrichter aufgestiegen - nun zeigte sie, dass sie dort auch angekommen ist. Die Trainer beider Teams lobten Steinhaus. "Großer Respekt, sie hat viel laufen lassen, obwohl es ein körperbetontes Spiel war".

Werder-Trainer Alexander Nouri findet es übrigens super, dass Steinhaus die Partie leitet. "Bibiana Steinhaus hat das ordentlich gemacht". Vor dem 1:0 der Gastgeber ließ Steinhaus nach einem Foul an Herthas Vladimir Darida richtigerweise den Vorteil laufen, den Vereinskollege Mathew Leckie (38.) zur Führung nutzte. Nach ihrem Debüt spricht Steinhaus über ihre Erleichterung.

Die Freundin des ehemaligen englischen Schiedsrichters Howard Webb hat im Frauenfussball bereits bei allen wichtigen Spielen ihr Können unter Beweis gestellt. Als kurz darauf Werders Robert Bauer Berlins Torjäger Vedad Ibišević (77.) im Sechzehner mit einer riskanten Grätsche vom Ball trennte, lag Steinhaus richtig damit, nicht auf Strafstoß zu entscheiden. So zum Beispiel in der Zweikampfbewertung, wo durchaus einige Probleme zu erkennen waren. "Sie pfiff 21 Fouls, zückte aber nur eine gelbe Karte, als sie Per Ciljan Skjelbred für eine hässliche Attacke gegen Florian Kainz verwarnte".

Dennoch bleibt unbestritten, dass sie und ihr Team in allen wesentlichen Entscheidungen richtiglagen und Steinhaus einen weiteren Meilenstein in ihrer bemerkenswerten Karriere nahm.

Die Hertha hatte für den Premierentag einer Schiedsrichterin in der Bundesliga allen Frauen einen Rabatt von fünfzig Prozent für den Besuch gewährt.

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